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Hat Facebook seinen Zenit überschritten?

Ist Facebook am Ende?

Facebook ist die einzige soziale Plattform, die dem Nutzer ein allumfassendes Angebot bietet. Private Messaging, das Teilen von Bildern, Videos und Veranstaltungen oder Online-Gaming sind nur ein Teil des Angebots, dass neben der sozialen Vernetzung zur Verfügung stehen. Der Facebook-Nutzer müsste demnach das blaue Sofa eigentlich gar nicht mehr verlassen, denn all seine Bedürfnisse werden bequem an Ort und stelle erfüllt. Doch leider ging für die Betreiber von Facebook diese Rechnung nicht ganz auf, denn die schnell wachsende Konkurrenz im World Wide Web schläft nicht.

In den letzten Jahren eroberten neue soziale plattform soziale Plattformen wie Twitter, Tumblr, Instagram oder Snapchat den Markt und erfreuen sich großer Beliebtheit und einer stetig wachsenden Userzahl. Sie haben sich mit ihren Diensten auf bestimmte Arten von Content spezialisiert und bedienen so die Nischen, die die neuen Bedürfnisse des Users perfekt bedienen. Die (Twitter → kurze Textnachrichten twittern; Instagram → Bilder posten, Snapchat-→ Live Videos) Je nach Vorliebe für eine bestimmte Art von Content, lagert der User nun seine Aktivitäten neben seinem Facebook-Account auf die neuen Plattformen aus. Das widerum hinterlässt spürbar große Lücken im Facebook-Netzwerk auf die die Betreiber reagieren müssen.

Doch weshalb haben sich die User-Gewohnheiten und damit das Nutzungsverhalten mittlerweile so enorm gewandelt? Dahinter stehen ganz unterschiedliche Gründe: Während früher auf Facebook die soziale Vernetzung im Mittelpunkt stand, dient die Plattform heute überwiegend der Informationsbeschaffung. Durch abonnieren von Unternehmens- oder Interessenseiten erschafft sich der Nutzer einen persönlichen Newsfeed, der ihm nur noch selektiv nach seinen Interessen entsprechenden Content liefert.

Stetiges Wachstum – Segen oder Fluch?

Die Facebook-Betreiber stehen außerdem vor einer neuen Herausforderung: Eine stark erweiterte Zielgruppe bedienen, und dabei den Nerv von Jung und alt gleichermaßen zu treffen. Das stetige Wachstum der Nutzerzahlen auf Facebook erweiterte die einst eher jüngere Zielgruppe um eine ganz neue Brandbeite an Zielgruppen, die bedient und gehalten werden wollen. Die ältere Generation hat sich nach anfänglichem zögern nun ebenfalls Zugang verschafft und nutzt nun ebenfalls die Plattform um sich online zu vernetzen. Das führt jedoch leider dazu, dass unter Jugendlichen Facebook mittlerweile fast schon als „uncool“ gilt, weil sie sich nicht auf einer Plattform austauschen möchten, auf der die eigene/n Eltern/ Familie sich aufhält.

Facebook passt sich den neuen Gegebenheiten an

Um den User weiterhin auf der Plattform und bei der Stange zu halten, muss Facebook nun reagieren und den Vorlieben des Users entgegen kommen. Neue Strategien und erweiterte Features, die sowohl von privaten als auch von Unternehmensseiten gerne genutzt werden sollen den Traffic auf der Seite aufrecht erhalten. Zu einem der Trends gehört in erster Linie die Verlagerung von Text zu vorwiegend Bild- und Video-Content. Hier bietet Facebook neue Features wie die Erstellung eines Live-Videos, Bilderkarussells oder einem 360 Grad Video (Virtual Reality) an, um hier weitaus mehr Möglichkeiten als die Konkurrenz zu bieten, wie man sein Bild- und Videomaterial online präsentieren kann.

Sarah Hammer

Social Media: Was bleibt anders? Trends 2016

Live-Streaming, Social Selling, On-Platform-Content, Ephemeral, Mobile Traffic, Artificial Intelligence, Social Search sind die Trends in Social Media 2016. Was schon immer wichtig war und noch wichtiger wird ist content, content, content!

Social Media ist wichtig!

Social Media: Soziale Netzwerke wie Facebook, Wikis wie Wikipedia, Content Communities wie Youtube, Blogs/Microblogging wie Tumblr/Twitter, Bewertungsportale wieKununu, Location-based-services wie Foursquare, Foren- und Support communities wie Apple sind trotz Anarchie und Wildwuchs nicht mehr aus unserer Welt wegzudenken.

Conversationprism

Social Media überall

Zwar ist Social Media nicht alleine heilbringend – aber ohne geht es nicht mehr. Social Media ist für Unternehmen und Konsumenten eine Mischung von verschiedenen Massnahmen/Aktivitäten auf verschiedenen Kanälen, die das „normale“ Leben allmählich ergänzen. Social Media verändert unser Leben im Web und im Alltag zunehmend.

Ständiger Wandel

Social Media ist zwar heute immer noch neu, schon sind aber Teile davon veraltet und Neues wechselt gerade Gelerntes ab. Permanenter Wechsel und Erlernen von gerade Entwickeltem sind ständige Begleiter für beide, User und Ersteller von Social Media Inhalten. Zu wissen, wie sich die Portale, Funktionen und die Kanäle ändern, was die Trends 2016 sind, ist deshalb essentiell, um sich sicher in Sozialen Netzwerken bewegen zu können und sie für sich zu nutzen.

Die Trends in Social Media 2016

  • Live-Streaming: Das Echtzeit-Web, Broadcasting, Realtime-engagment z. B. über Meerkat macht ein bewegtes Live-Bild mehr als einfach handhabbar. Damit ist dem Voyeurismus, der sich im in sozialen Netzwerken ausbreitet Tür und Tor geöffnet.
  • Social Selling: Social Media als Marktplatz, Besonders für Unternehmen ist die Möglichkeit, sich Social Media zu Nutzen zu machen, um ihre Produkte zu verkaufen, besonders wichtig. Was jetzt teilweise noch versteckt gemacht wird, wird in Zukunft eine klare und berechtigte Oberfläche haben.
  • On-Platform-Content: Die User sollen Inhalte nicht nur sharen sondern auch auf ihren eigenen Medien/Plattformen attraktiver machen, Tools werden dies zunehmend einfacher machen
  • Ephemeral: Die Halbwertszeit der Information im Web zumindest ein Teil wird zurückgehen. Informationen für einen Tag oder auch nur eine Stunde, wie es Snapchat schon vormacht werden an Bedeutung gewinnen
  • Mobile Traffic: Der Trend alles von unterwegs auf mobilen Geräten zu administrieren und zu konsumieren wird sich fortsetzen
  • Artificial Intelligence: Maschinen ersetzen Menschen. Ziel ist es, dem Kunden oder User aus dem unermesslich großen Big Data Pool mit künstlicher Intelligenz Lösungen oder exakt zugeschnittene Antworten zu komprimieren
  • Social search: Die Suchfunktionen der Netzwerkunternehmen werden sich verbessern, Vor allem die Bilder- oder Videosuche wird sich weiterentwickeln, so daß Inhalte leichter aufgespürt und verteilt werden können

Weitere Trends

Social Media Ausgaben

Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest und LinkedIn haben viel in Ihre Plattformen investiert, um mit ihren Usern noch besser in Kontakt zu treten. Neben der Steigerung der Ausgaben der Social Media Unternehmen werden natürlich auch die Unternehmen, die diese nutzen, ihre Werbeausgaben erhöhen. Laut Prognosen werden die Einnahmen aus Social Media Werbemaßnahmen von nur 6,1 Millionen Dollar in 2013 auf 11 Milliarden Dollar in 2017 steigen. Der Anstieg von Ad-Blocker Software wird diese Veränderung außerdem vorantreiben.

Weniger High-tech

Die Tech-Blase flacht zunehmend ab. Zum einen wird die rasante Entwicklung technischer Neuerungen abnehmen. Zum anderen werden Unternehmen weniger in IT-Lösungen investieren und mehr in SM-Marketing investieren.

Datenschutz

Der User wird immer gläserner. Schon allein deshalb wird sich eine Tendenz zum Schutz der Privatsphäre verstärken. Datenschutz – nicht nur in Deutschland – wird wieder wichtiger

Weitere Entwicklungen

Smartwatch als Beispiel für Wearables

Wearables

In Abhängigkeit von der technischen Machbarkeit werden Wearable Socials den Markt erobern, tragbare kleine technische Anhänger, die irgendwelche Daten verarbeiten und ausgeben. Virtual Reality, das Leben in einer zweiten Welt wird an Bedeutung zunehmen, Social Media ist hier das ideale Medium um sich in eine eigene Welt oder Gruppe zu flüchten. Genau das Gegenteil wird aber auch von Social Media mehr gefördert werden: Conscious Community, Gruppen zu verschiedenen Themen, deren Mitglieder sich gegenseitig aufklären, durch besseren Informationsaustausch über die Netzwerke. Last but not least, das liebe Geld: Social Currency, wie Snapcash, wird an Bedeutung gewinnen

Content for ever

Content war, ist und wird noch wichtiger. Keiner, der in sozialen Netzwerken erfolgreich sein oder gehört werden will, kommt darum herum etwas zu erzählen – Content ist Key. Bedeutend ist dabei der Trend zu Small Data und Microtargeting, wodurch der einzelne Kunde maßgeschneiderte Informationen von Freunden oder Unternehmen erhält. Der passionate Customer, der nicht einfach nur bekannt ist und deshalb etwas empfehlen kann, sondern der authentische User wird wichtigster Influencer.

Lösungen für zuviel Social Media

Wem Social Media aufgrund seiner zunehmenden Verwendung und Bedeutung auch einmal zu viel wird, kann sich auch einen letzten wichtigen Trend zu nutzen machen: Den Anti Social Trend: Diese Anwendungen erlauben beispielsweise alle Netzwerke des Users mit einem Knopfdruck abzuschalten.

HH

Quellen:

http://t3n.de/news/social-media-trends-2016-667076/

http://www.huffingtonpost.com/layla-revis/social-media-trends-2016_b_8914190.html

https://www.brandwatch.com/de/2016/01/unsere-social-media-trends-fuer-2016/

http://blog.wiwo.de/look-at-it/2016/01/11/echte-echtzeit-kommunikation-live-streaming-social-commerce-6-social-media-trends-2016/

http://www.absatzwirtschaft.de/wie-social-media-unsere-welt-veraendern-wird-75563